März 21, 2008...4:21 Uhr nachmittags
Autofreiheit
Autofreies Wohnen ist eine so angenehme Idee, dass deutschlandweit eine Menge Menschen auf sie gekommen sind. Beispielhaft ist etwa die Saarlandstraße in Hamburg zu nennen. Die Bewohner der 210 Wohnungen haben sich vertraglich gebunden, auf ein Auto zu verzichten und freuen sich seitdem über weniger Lärm und Abgase und dafür mehr Kinderfreundlichkeit und Freiraum auf öffentlichen Wegen. Die Warteliste für die begehrten außergewöhnlichen Wohnungen ist dementsprechend lang.
In Berlin ist hingegen die Liste der verhinderten und aufgegeben ähnlichen autofreien Projektideen lang. Bereits vor 10 Jahren wurde von der Senatsverwaltung darum gebeten, “vom Planungsziel autoarmes Wohnen endgültig Abstand zu nehmen”, was für viele Ideen die vorzeitige Erstickung im Keim bedeutete.
Aktuell noch nicht aufgegeben hat dagegen das Tempelhofer Projekt, das das derzeitige Flughafengelände für autofreie Ideen nutzen möchte sowie die Unterstützer des Autofreien Stadtviertels an der Panke. Dazu gehören unter anderem auch die engagierten Fußgänger von per pedes als auch der BUND.
Ob und wann der Traum von dieser kleinen Auto-Unabhängigkeit, der angesichts streikenden öffentlichen Verkehrsmittel Berlins noch mehr ins Wanken gerät, wahr werden kann, wird sich zeigen müssen.

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